Zeitung für: Dreigliederung des sozialen Organismus | Geisteswissenschaft | Zeitgeschehen

 


«KERNPUNKTE» No. 8 / 2019

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«Es ist die Absicht, Assange als Mensch zu vernichten»

Am 16. August schrieb Julian Assange, aus der Einzelhaft in der Krankenstation des Belmarsh Prison in London, an eine Unterstützerin in der Schweiz: «Zu wissen, dass ihr da draussen seid und für mich kämpft hält mich am Leben in dieser abgrundtiefen Isolation».

Eine weitere Notiz wurde am 22. August publiziert: «Das Leiden hier ist gravierend, aber wir können diesen Kampf gewinnen! Zu wissen, dass ihr mir den Rücken deckt, ist der Grund warum ich nicht aufgebe! – JPA».

Karen Kwiatkowski (von der das Zitat im Titel stammt), ehemals Oberleutnant der US-Luftwaffe, Pentagon Analystin und Inlandsgeheimdienst-Mitarbeiterin der NSA, berichtet in dieser Ausgabe der «Kernpunkte» über Zwangsverhöre Julian Assanges durch britische Beamte, und Mitarbeiter der US-Regierung seitens des FBI und der CIA. Sie beschreibt die Folgen von „BZ“ welches ihm – dem Bericht zufolge – während dieser Verhöre verabreicht wurde, eine vom US-Militär getestete psychotrope Droge mit grauenhaften Folgen.

Die Maßnahmen der sogenannten demokratischen Regierungen dieser Welt, gegen einen preisgekrönten Journalisten, der deren Kriegsverbrechen aufdeckte, ist ein offenes kaltblütiges Attentat auf das freie Geistesleben. Die unabhängige Berichterstattung, welche über Tatsachen informiert die uns sonst vorenthalten werden, ermöglicht es uns, Erkenntnisse über die Hintergründe des Zeitgeschehens zu bilden und über die Richtung, welche die Menschheitsentwicklung weitgehend eingeschlagen hat – wer heilen will muss eine Diagnose stellen können. Daher brauchen wir Assange, daher brauchen wir ein freies Geistesleben, welches solche unabhängige Berichterstattung ermöglicht.

Für die Redaktion, Kirsten Juel  

«Sieht die Welt ein, von welchen Leuten sie geführt wird, dann wird sie ein Verständnis bekommen für die Befreiung des Geisteslebens. […] Diese Dinge muß man unbefangen charakterisieren, dann wird man doch vielleicht nach und nach ein Gefühl bei den Menschen der Gegenwart hervorrufen von dem, was so handgreiflich zeigt, wie wir eine Erneuerung, eine Befruchtung des Geisteslebens brauchen, und wie diese Erneuerung, diese Befruchtung auf dem Boden der Abgliederung des Geistigen von den anderen sozialen Gliedern sich vollziehen kann. Wir müssen versuchen, in diesen Dingen an Erscheinungen der Gegenwart, die wir in aller Schärfe vorführen, illustrativ zu wirken.»

Rudolf Steiner 16. Februar 1921. GA 338

 


 

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«KERNPUNKTE» No. 7 / 2019  – Sonderausgabe

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Der Überlebende

Zum 100. Geburtstag von Primo Levi (*31. Juli 1919, Turin)

von Peter Selg

 

Weiterhin fließen zum Meer

Die verschiedensten Flüsse

Oder treten zerstörerisch über die Dämme,

Das alte Schutzwerk hartnäckiger Menschen.

Weiterhin bersten die Gletscher,

Schleifen den Grund glatt

Oder stürzen jäh hinab

Und verkürzen das Leben der Föhren.

Weiterhin kämpft sich das Meer durch,

Gefangen zwischen den Kontinenten,

Immer mehr geizend mit seinem Reichtum.

Weiterhin beschreiben ihren Lauf

Sonne, Sterne, Planeten und Kometen.

Auch die Erde wird die unwandelbaren

Gesetze der Schöpfung fürchten.

Wir nicht. Wir, aufrührerischer Zweig

Von großer Erfindungsgabe und geringem Verstand,

Wir zerstören, wir verderben

Mit immer größerer Eile.

Schnell, schnell, weiten wir doch die Wüste

In den Wäldern Amazoniens aus,

Im lebendigen Herzen unserer Städte,

In unseren eigenen Herzen.     

Primo Levi

Das Gedicht „Almanach“ war das letzte, das Primo Levi schrieb, in großen Sorgen um die Zukunft der Menschheit auf Erden und um die Erde selbst, am 2. Januar 1986. Drei Monate später war er tot – und die Nachricht von seinem Selbstmord erschütterte unzählige Menschen in Europa und der Welt, die ihn und seine Bücher kannten.

Er, der Überlebende von Auschwitz-Birkenau, der wie kein anderer das Lager und sein System studiert, durchschaut und beschrieben hatte, „durchgearbeitet“, wie niemand sonst, er – gerade er – hatte nach all dem sich das Leben genommen, sich aufgegeben? Levis Bücher, aber auch die vielen Interviews, die er gegeben und die unzähligen Gespräche mit Schülern, die er geführt hatte, waren von seinem „Vertrauen in die Zukunft des Menschen“[1] erfüllt gewesen, von seiner tiefen Humanität und seinem Lebenswillen. „Auschwitz hat in mir Spuren hinterlassen, meinen Lebenswillen jedoch nicht gebrochen, sondern eher gesteigert – was ich erlebt habe, gab meinem Leben einen Sinn, nämlich Zeugnis abzulegen, damit derartiges nie wieder vorkommt“, so sagte er, und so war es ohne Zweifel auch.[2] „Durch das Erleben, Überdenken und Schildern jener Geschehnisse habe ich viele Dinge über die Menschen und die Welt gelernt“, so schrieb er in einer Erläuterung der Schulbuch-Ausgabe seiner Schrift „Ist das ein Mensch?“[3] Er war in Auschwitz durch tiefe Erlebnisse hindurchgegangen, „erwachsen“[4] und später zu einem „Zeugen“ des Lagers und seines Systems geworden, der es bedingenden und unterhaltenden Kräfte. Er war nicht der Einzige, aber einer der wirkmächtigsten Zeugen – mit seinen luziden Schriften, die von der Erinnerung handelten, aber keineswegs nur von ihr. Primo Levi, dieser bescheidene und zurückgezogen lebende Mensch, setzte lebenslang auf das Licht der Aufklärung, gerade auch im Umgang mit den abgründigen Phänomen des Bösen, die er wie wenig andere Betroffene zu analysieren verstand. Die menschliche „Vernunft“, die für ihn keine kalte Rationalität, sondern ein Organ der Wahrheitserkenntnis war, erachtete er als „heilsam“ – und die Wissenschaft war ihm, dem studierten und praktizierenden Doktor der Chemie, eine „Schule des Denkens und somit des Schreibens“[5]. Primo Levi baute auf das sich entwickelnde Bewusstsein des Menschen in einem „Jahrhundert der Unsicherheit“, auf Klarheit, Licht und Ordnung durch Erkenntnis. So lebte er und so schrieb er lange Zeit – und in einer Zeitschriftendebatte zu den „Pflichten eines Schriftstellers“ formulierte er 1977 mit Humor und in Form alttestamentarischer Gebote:

Du sollst in klaren und deutlichen Worten schreiben.

Du sollst Schnörkel und Überfrachtungen vermeiden.

Du sollst von jedem verwendeten Wort sagen können, warum du dieses und nicht ein anderes verwendet hast.

Du sollst jene ehren, die den gleichen Weg befolgt haben und es ihnen gleichtun.[6]

(weiterlesen: Abo/Sonderausgabe unten bestellen)

[1]  In: Primo Levi. Gespräche und Interviews. Hg. von Marco Belpoliti. München und Wien 1999, S. 93. [2]  Zit. n. Myriam Anissimov: Primo Levi. Die Tragödie eines Optimisten. Eine Biographie. Berlin 1999, S. 23f. [3] In: Primo Levi. Gespräche und Interviews, S. 222. [4] Ebd., S. 240. [5] Ebd., S. 98. [6] In: Myriam Anissimov: Primo Levi, S. 362f.

 


«KERNPUNKTE» No. 6 / 2019

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EIN   JAHR   KERNPUNKTE!

Die erste Ausgabe der «Kernpunkte» erschien zu Johanni vor einem Jahr. Im Laufe dieses Jahres konnten sich  unsere Leser über brennende Themen aus dem aktuellen Zeitgeschehen informieren. So erschien  ab der ersten Ausgabe u.a. eine Korrespondenz zwischen unserem freien Redaktionsmitarbeiter Béla Szoradi und dem NZZ Medienredaktor Rainer Stadler, sowie der viel beachtete Beitrag «Cui bono?» von Sophie von Freiberg, und eine eindrucksvolle Buchbesprechung von Ricarda Murswiek worin der Social Media Developer Jaron Lanier vor seinen eigenen Erfindungen warnt. Weiter eine Zeugenaussage von Ronald Bernard, der seinem Bericht zufolge in hoch kriminellen, geheimen Kreisen der Finanz-Eliten verkehrte, und einen Leserbrief von Prof. Peter Heusser an «Der Spiegel» zur Richtigstellung von Falschaussagen über  Rudolf Steiner. Außerdem konnten wir den ehemaligen deutschen Staatssekretär Willy Wimmer als Autor zum Thema Mitteleuropa und Russland gewinnen. In der vergangenen Ausgabe erschien wiederum ein Bericht von Béla Szoradi zu sonderbarsten neuen Christus-Forschungen. Ein Hauptthema des Jahres war die grausame Verhaftung und Verfolgung des WikiLeaks Gründers Julian Assange, an dessen Schicksal sich die  Fratze  der dunklen Mächte unserer Zeit wesenhaft zeigt. Ein Thema, welches uns angesichts der unübersehbaren Not der Zeit im kommenden Jahr vermehrt beschäftigen wird, ist die auf dieser Not antwortende Idee der Dreigliederung des Sozialen Organismus, die sich – ebenso wie der von Franz-Jürgen Römmeler in dieser Ausgabe besprochenen Unterzeichnung des so genannten „Friedensvertrages“ – dieses Jahr zum 100. Male jährt.

Das Gedankengut Steiners scheint jeden Tag an Aktualität zu gewinnen. Man lese und staune, wie er vor knapp 100 Jahren in der  ersten Ausgabe von «Das Goetheanum», schrieb – als wäre es 2019:

«Wer heute über die allernächsten Tagesinteressen hinausblickt, der empfindet, dass die Menschheit vor Aufgaben gestellt ist, wie sie nur in den grossen Wendepunkten der geschichtlichen Entwickelung aufgetreten sind. Es sind Aufgaben, die alle Völker angehen, und die alle Lebensgebiete betreffen. […] Die sozialen Verhältnisse haben eine Form angenommen, die zu erschütternden Katastrophen geführt hat, und die die Keime zu neuen Katastrophen in sich birgt. Aus diesen Katastrophen ist für Millionen eine materielle Not hervorgegangen, die zu beschreiben Worte machtlos sind; deren Linderung nur derjenige erhoffen kann, der an die Möglichkeit neuer weltwirtschaftlicher Betätigungswege glaubt. Eine grosse Auseinandersetzung zwischen dem Westen und Osten steht bevor…»

Für die Redaktion, Kirsten Juel


INHALT «KERNPUNKTE» No. 6 / 2019, 12 Seiten

Kirsten Juel: Ein Jahr «Kernpunkte»

Béla Szoradi: Einleitende Bemerkung der Redaktion

Franz-Jürgen Römmeler: Heute vor 100 Jahren – ‹Vorchristlich› und mit ‹getrübtem Bewußtsein›: Erich Ludendorff

Kirsten Juel: Julian Assange – In Krankenstation verlegt

Angelika Eberl: Erster Weltkrieg – Kommentare zum Thema

Béla Szoradi: „Die Kraft der Beweise“ – mediale Narrative

Kirsten Juel: Das Pentagon gibt Millionen für militärische Forschung an deutschen Universitäten aus

Kirsten Juel: Anmerkung der Redaktion zum folgenden Nachdruck

Rudolf Steiner: Aufruf an das deutsche Volk und an die Kulturwelt!      


 

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«KERNPUNKTE» No. 5 / 2019

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Pfingsten: Das Fest der Freien Individualität «Ich bin ungebrochen»

Keine äußere Macht kann den Menschen endgültig brechen, wenn er für sein Streben einen wahren Ausgangspunkt in sich selbst gefunden hat. Deswegen ist Julian Assange – trotz der seelischen Folgen, der in den letzten Tagen vom UNO Folterexperten bestätigten, langjährigen psychischen Tortur – im Stande, aus dem Gefängnis den Satz zu schreiben: «Ich bin ungebrochen, wenn auch buchstäblich umgeben von Mördern». Und daher kann Chelsea Manning, die bereits 7 Jahre ihres 32-jährigem Lebens im Gefängnis verbrachte, sagen, dass sie lieber sterben würde als gegen Assange auszusagen, selbst wenn das bedeute, dass sie den Rest ihres Lebens hinter Gittern verbringen muss. Wir halten auch in dieser Ausgabe unsere Leserinnen und Leser über die neuesten Entwicklungen diese beiden Freien Geister unserer Zeit betreffend, auf dem Laufenden. Sie sind gegen Kriegsverbrechen, gegen Militarismuseinem Grundübel unserer Zeit aufgestanden.

Neben einen humorvollen Einschlag von dem deutschen Kabarettisten, H. G. Butzko und einen Artikel von einem Vertreter der freiheitsliebenden Presse, Chris Rossini, berichtet der freien Mitarbeiter der Redaktion, Béla Szoradi, über die neuesten Ergebnisse der materialistischen „Christus-Forschung“, in seinem Artikel: «Kein Tod auf Golgatha». Eine Forschung unter Mitberatung von katholischer Seite, empfangen mit offenen Armen seitens der Evangelischen Kirche. Somit ist, was seitens des konfessionellen Christentums noch gepredigt wird, endgültig zur Phrase geworden.

Kirsten Juel, Roland Tüscher

«Damit man seine Gedanken nicht zur Tat werden läßt spricht man die schönsten Phrasen aus. […] Haben die Menschen, die aus solchem Geiste geboren sind, noch das Recht, in wohlgefügten Phrasen sich über das Pfingstwunder [auszusprechen? Das Geschwätz,] das heute über das Pfingstwunder sich salbungsvoll ausläßt, kommt aus denselben Drüsen, aus denen das Gift kommt, mit dem man heute alles, was aus dem Geist kommt, bespritzen will, und mit dem man sich berufen will auf der einen Seite auf die wesenlose Phrase und auf der andern Seite auf die gedankenlose brutale Tat […die] zum Militarismus, dem Grundübel unserer Zeit, geworden. [ist…] Der wahre Geist, in dem wir uns finden können, ist der allgemeine Menschengeist, […], den wir in uns selber gebären müssen, zur Erscheinung kommen lassen müssen. So verwandelt sich für uns das Pfingstsymbol in unser gewaltigstes Ideal der freien Entwickelung der Menschenseele zu einer in sich geschlossenen freien Individualität.»

Rudolf Steiner, Pfingsten, 1919


INHALT «KERNPUNKTE» No. 5 / 2019, 12 Seiten

Gordon Dimmack: «Ich habe einen Brief von Julian Assange erhalten»

Béla Szoradi: Kein Tod auf Golgatha

Swiss Propaganda Research: Die Schleusenwärter – Teil I.

Chris Rossini : Der Weiße Ritter auf den Du wartest

Rudolf Steiner: Aus «Die Philosophie der Freiheit»

Rudolf Steiner: «Die Philosophie der Freiheit» und eine auf Freiheit gegründete soziale Ordnung 

Kirsten Juel: Chelsea Manning: «Ich würde lieber zu Tode verhungern»

Kirsten Juel: Die Brüsseler Regionalregierung stoppt Pilotprojekt zu 5G: «Unsere Bürger sind keine Versuchskaninchen»

Hans-Günter Butzko: Liebe Freundinnen und Freunde des politischen Kabaretts           

Redaktion: Bilderberg-Konferenz 2019

Swiss Propaganda Research: Die Schleusenwärter – Teil II.

 


«KERNPUNKTE» No. 4 / 2019   Special Edition: kosteloses PDF: Kernpunkte No. 4/2019

In Solidarität mit Julian Assange Für das Recht auf Freiheit im Informations- und Bildungswesen

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«Es bleibt doch dabei, dass Gott die Wahrheit ist, selbst wenn alle Menschen in der Unwahrheit Leben»

Paulus von Tarsus

«Es ist notwendig, daß Lüge Lüge genannt werde. […] Denn der Geist der Lüge, der Geist des Truges ist der größte Feind des wirklichen geistigen Fortschritts», so Rudolf Steiner am 20. Juli 1919. Der Ungeist der Lüge hat nun einen mehrfach preisgekrönten Journalisten – Julian Assange –, der wie kaum ein anderer die Wahrheit über die Kriegsverbrechen der Regierenden dieser Welt enthüllte, verhaftet. Aus ihm wollen sie nun einen Präzedenzfall machen, damit zukünftige Whistleblower und Journalisten sehen was sie erwartet, sollten sie es wagen die Wahrheit auszusprechen.

Am Donnerstag, den 11. April 10:40 Uhr betraten zivil gekleidete, britische Polizisten die ecuadorianischen Botschaft in London, zerrten den 47-jährigen WikiLeaks Gründer an Händen und Füßen durch den Haupteingang und schoben ihn in den vor dem Eingang geparkten Wagen. Nun sitzt der unschuldige Mann – dessen durchsichtige Haut an diesem Tag, nach 7 Jahren in einem Zimmer ohne Tageslicht, zum ersten mal wieder ein Sonnenstrahl traf – im berüchtigten Belmarsh-Gefängnis, in, so der Volksmund, Englands Guantanamo Bay.

Kirsten Juel, Roland Tüscher

Am 16. April erhielt Julian Assange den GUE/NGL Journalisten- und Whistelblower-Preis 2019. Die Preisverleihung fand im Europäischen Parlament in Brüssel statt wo Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire für Julian Assange den Preis entgegennahm. Ein Ausschnitt aus ihrer Rede:

«Wir erleben heute in unserer Welt etwas, das wir, wenn wir nicht aufwachen, nie wieder umkehren können. Julian Ass-ange erzählte uns von dem, was im Irakkrieg, im Afghanistankrieg, im libyschen Krieg vor sich ging. Welches ist das nächste Land, das von den allmächtigen Regierungen Amerikas und der NATO zerstört wird, wenn sie nicht ihre “Gebote“ folgt? Julian Assange weigerte sich, ihre Gebote zu befolgen, so wie auch Chelsea Manning – jetzt in Einzelhaft im Gefängnis, weil sie sich weigert gegen Julian Assange auszusagen und Lügen zu erzählen – in diesem Moment, heute Abend! Chelsea Manning wird vielleicht nie wieder das Licht des Tages außerhalb eines amerikanischen Gefängnisses erblicken. Wir sind also privilegiert, das wir Freiheit haben, aber wir müssen den Preis dieser Freiheit zahlen, indem wir die Wahrheit sagen und Leute wie Chelsea Manning und Julian Assange verteidigen.»


INHALT «KERNPUNKTE» No. 4 / 2019, 12 Seiten

Kristinn Hrafnsson, Fidel Narvaez, Jennifer Robinson: Chefredakteur von WikiLeaks hält Pressekonferenz ab über Assanges „neues Strafverfahren“

Kirsten Juel: WikiLeaks – Einige bedeutende Veröffentlichungen der Enthüllungsplattform

«Courage Foundation»: «WikiLeaks Defence Fund» schlägt Alarm: Julian Assange ist verhaftet. Bekämpft die Auslieferung in die USA!

Sahra Wagenknecht: Pressemitteilung – Bundesregierung muss Julian Assange Asyl anbieten

Kirsten Juel: Biographisches – Julian Assange – Ein Leben für die Wahrheit

Rafael Correa: Ecuadors Präsident Lenín Moreno könnte mit Judas mithalten

Stimmen für Julian Assange: Mairead Maguire, Christine Assange, Rafael Correa, Tyrel Ventura, John Shipton, Edward Snowden, Oliver Stone, Sahra Wagenknecht, Craig Murray, George Galloway, Prof. Noam Chomsky, Tulsi Gabbard, Alicia Castro

Embassy Cat: Die Jedi-Katze die womöglich sogar das Handy des ecuadorianischen Präsidenten hackte


 

Julian Assanges Verhaftung am 11. April 2019

 

Am 16. April 2019 erhielt Julian Assange den GUE/NGL Journalisten- und Whistelblower-Preis 2019. Rede von Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire

 


«KERNPUNKTE» No. 3 / 2019

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«Kernpunkte» und der Impuls der Dreigliederung des sozialen Organismus

100 Jahre

Liebe Leserinnen und Leser, in jeder bisher erschienenen Ausgabe der «Kernpunkte» wurden Ihnen kritische Betrachtungen zu aktuellen Entwicklungsrichtungen geboten. Der Name unserer Zeitung ist in Anknüpfung an den Impuls der Dreigliederung des sozialen Organismus gewählt, in dessen Ausführung Rudolf Steiner in diesen Tagen vor 100 Jahren sein Buch «Die Kernpunkte der sozialen Frage» herausgab. Die Dreigliederung des sozialen Organismus sollte als ein positiver Impuls den Niedergangs-Kräften entgegenwirken, indem der Einheitsstaat einem sozialen Organismus weichen sollte, dessen Bildungsleben, dessen Wirtschaftsleben und dessen Staatsleben auseinandergegliedert sind, so, dass der Staat nicht das Bildungsleben, die Wirtschaft nicht die Staats-Entscheidungen beherrscht und das sich frei entfaltende Geistesleben wiederum Staat, Wirtschaft, ja, das menschliche Leben überhaupt mit neuen Ideen befruchten kann. Weshalb also streben wir mit «Kernpunkte» eine kritische Berichterstattung an und kümmern uns nicht ausschließlich um Ausführungen zu diesem Impuls? Deshalb, weil die Idee der «Dreigliederung» allein auf dem Hintergrund der schärfsten Kritik gegenüber den Niedergangs-kräften im Zeitgeschehen durchdringen kann!

Kirsten Juel, Roland Tüscher

Rudolf Steiner, Stuttgart, Februar 1921: «Wir müssen uns bekanntmachen mit demjenigen, was in den Untergründen unserer Gegenwartszivilisation ist. Dann werden wir sie [die Niedergangs-Kräfte] an der Wurzel fassen und werden sie vor die Gegenwart hinstellen. […] Von diesem Gesichtspunkte aus ist es außerordentlich interessant zu studieren, wie die Angst der führenden Persönlichkeiten anfänglich doch gewirkt hat, noch als wir 1919 mit unserer Dreigliederungsbewegung begannen.»; «die Dinge sind zum großen Teil eingesargt worden. […] Aber es muß weitergearbeitet werden. Die Anregungen müssen aufgegriffen, müssen weitergebracht werden.»; «Wir müssen schon diese zwei Tätigkeiten miteinander verbinden: auf der einen Seite das Positive der Dreigliederung hinstellen, und auf der anderen Seite die schärfsten Kritiker sein desjenigen, was heute so vielfach […] existiert […] nur dadurch werden wir vorwärtskommen, werden wir durchdringen können.» «Sieht die Welt ein, von welchen Leuten sie geführt wird, dann wird sie ein Verständnis bekommen für die Befreiung des Geisteslebens.»

Kirsten Juel, Roland Tüscher


INHALT «KERNPUNKTE» No. 3 / 2019, 20 Seiten

Kirsten Juel, Roland Tüscher: «Kernpunkte» und der Impuls der Dreigliederung des sozialen Organismus

Willy Wimmer: Deutschland vor der Bewährung: erneuter „Rammbock“ gegen Russland oder Lernen aus der Geschichte? – Teil III

Novalis: Ich sag es jedem, daß er lebt / Ich weiß nicht, was ich suchen könnte

Angelika Eberl: Widerlegung der „Hauptschuld“ Deutschlands am 1. Weltkrieg

Rudolf Steiner: Einser und Nullen

Rudolf Steiner: «Ihr herzlich ergebener Neffe»

Redaktion (kj):Chelsea Manning – seit 8. März in Einzelhaft / EU-Abstimmung Angenommen «Urheberrechtsreform – Artikel 13»

Irene Behrmann, Anna Groß-Alpers, Dr. Sven Hildebrandt, Dr. Otwin Linderkamp: „Wunsch-Ultraschall“ wegen kindlicher Gesundheitsbelastung ab 2021 gesetzlich untersagt

 


«KERNPUNKTE» No. 2 / 2019

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Mitteleuropäischer Frieden und seine Gegner

«Tonangebend ist eine Gruppe von Menschen, welche die Erde beherrschen wollen mit dem Mittel der beweglichen kapitalistischen Wirtschaftsimpulse. Zu ihnen gehören alle diejenigen Menschenkreise, welche diese Gruppe imstande ist, durch Wirtschaftsmittel zu binden und zu organisieren.»

Diese Gruppe, so Rudolf Steiner weiter in Aufzeichnungen die er um das Jahr 1918 herum aufschrieb (siehe «Der Europäer» Nr. 5/1999) weiß, dass in den Menschen im Bereich des Russischen Territoriums ein Keim-Impuls lebt, der in Zukunft im Sinne der sozialen Entwicklung der Menschheit von großer Bedeutung sein wird.

«Diesen […] Keim-Impuls unter den Machtbereich der anti-sozialen Gruppe zu bringen, ist [deren] Ziel. Dieses Ziel kann nicht erreicht werden, wenn von Mitteleuropa mit Verständnis eine Vereinigung gesucht wird mit dem östlichen Keim-Impuls. […] Der Krieg wird deshalb solange in irgendeiner Form dauern, bis Deutschtum und Slaventum sich zu dem gemeinsamen Ziele der Menschen-Befreiung vom Joche des Westens zusammengefunden haben. Es gibt nur die Alternative: Entweder man entlarvt die Lüge, mit der der Westen arbeiten muß, wenn er reüssieren will, [indem] man sagt: die Macher der anglo-amerikanischen Sache sind die Träger einer Strömung, die […] in der Realisierung einer Welt-Herrschaft mit Kapitalistenmitteln bestehe […] oder man tritt an eine okkulte Gruppe innerhalb der anglo-amerikanischen Welt die Welt-Herrschaft ab».

Der Krieg dauerte damals nicht nur fort, sondern anstelle einer deutsch/mitteleuropäische Kultur der Menschlichkeit, der Freiheit und des Friedens auf welche Steiner hinwies, trat mit dem zweiten Weltkrieg das Gegenteil ein, die eigentliche mitteleuropäische Kultur wurde gebrochen. Heute treibt sich in Deutschland anstelle einer europäischen Friedenskultur weitgehend der antisoziale Impuls des Westens um, welcher Mitteluropa und Russland trennt. Was aus Hitler hervorging, ist das Gegenteil von dem wofür Steiner eintrat mit seinen Ausführungen beispielsweise in seinem Buch «Die Kernpunkte der Sozialen Frage». Kein Wunder also, dass Rudolf Steiner für Hitler als einer seiner größten Gegner galt und er über ihn (im Völkischen Beobachter) folgendes schrieb: «Rudolf Steiner, Anhänger der Dreigliederung des sozialen Organismus und wie diese ganzen jüdischen Methoden zur Zerstörung der normalen Geistesverfassung der Völker heissen». (Weiterlesen/Bestellung siehe Formular)

Kirsten Juel, Roland Tüscher


INHALT «KERNPUNKTE» Nr. 2 / 2019, 12 Seiten

Willy Wimmer: Deutschland vor der Bewährung: erneuter „Rammbock“ gegen Russland oder Lernen aus der Geschichte? – Teil II

Prof. Peter Heusser: Leserbrief zum Artikel von Ulrike Knöfel in Der Spiegel Nr. 1, 29.12.2018, S.111-112

Kirsten Juel: Neues Jahr alter Fall, Relotius: einer von vielen

«Der Spiegel» – Der »Fall Knöfel« Auszüge aus dem Artikel

Mairead Maguire: Maguire nominiert Julian Assange für den Friedensnobelpreis

Wladimir Putin/Russia Today: «Die USA sind eine großartige Nation, aber lasst uns in Ruhe!»

 


«KERNPUNKTE» No. 1 / 2019

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Frieden mit Russland!

«Der Anglo-Amerikanismus kann diese Völkerfreiheit nicht verwirklichen, weil sie, sobald sie vorhanden ist, gegen das Interesse der anglo-amerikanischen Staatsgebilde ist […] Die anglo-amerikanischen Staaten müssen eben einsehen, daß sie das Interesse der mitteleuropäischen Staaten neben sich respektieren müssen, und daß sie die Ordnung der mitteleuropäischen Völkerfreiheit den mitteleuropäischen Staaten überlassen müssen, die allein ihr wirkliches Staatsinteresse in der Förderung dieser Freiheit sehen können.»

Rudolf Steiner Juli 1917, 2. Memorandum


Der «Verlag zeitgeist Print & Online» gibt empfehlenswerte Bücher und Artikel heraus, die essentielle Auskünfte über das aktuelle Zeitgeschehen geben. Im Prinzip übernimmt der Verlag damit einen Teil der Aufgabe des öffentlichen Rundfunks und der Tageszeitungen, während Rundfunk und Tageszeitungen selbst diese für Mitteleuropa immer lebensnotwendigere Aufklärung scheuen. Stattdessen machen diese Medien Stimmung für einen neuen Krieg.

Dass dieser Krieg aktuell nicht ausgebrochen ist, liegt – auch wenn die Presse das Gegenteil sagt – an Putin, der auf die Provokationen Amerikas, der Nato und der EU gegenüber Russland nicht entsprechend mit Gewalt reagiert.

Menschlich, sachkundig und besonnen tönt es – im Gegensatz zur Berichterstattung der Presse – wenn man Willy Wimmer sprechen hört oder seinen Artikel: «Deutschland vor der Bewährung: erneuter „Rammbock“ gegen Russland oder Lernen aus der Geschichte?» liest (Erstveröffentlicht auf www.zeitgeist-online.de).

Diesem Artikel verdanken wir solide Informationen für eine eigene Urteilsbildung gegenüber dem aktuell immer mehr auf die Spitze getriebenen Verhalten des Westens gegenüber Russland, in deren Kreuzfeuer ein selbstbewusstes Mitteleuropa stehen sollte, das sich nicht von angloamerikanischer Seite her definieren lässt, sondern seine eigenen Werte bestimmt und im Sinne dieser Werte die Beziehung zu seiner Umgebung sucht.

Wimmers Beitrag ist ein Augenöffner in dieser Hinsicht, weshalb wir uns herzlich bei Thomas Röttcher vom «Verlag zeitgeist» und bei Willy Wimmer für die Abdruckerlaubnis dieses Beitrags bedanken!

Mögen die Stimmen für Völkerverständigung zwischen Mitteleuropa und Russland Überhand bekommen im neuen Jahr! (Weiterlesen/Bestellung siehe Formular)

Kirsten Juel, Roland Tüscher


INHALT «KERNPUNKTE» Nr. 1 / 2019, 12 Seiten

Willy Wimmer: Deutschland vor der Bewährung: erneuter „Rammbock“ gegen Russland oder Lernen aus der Geschichte? – Teil I

Swiss Propaganda Research: Die »Integrity Initiative«

Urs Georg Allemann: Zu Band 5 der „Rudolf Steiner Kritische Ausgabe“ Eine exemplarische Untersuchung – Teil II  

 


«KERNPUNKTE» Nr. 6 / 2018

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Der «Stier der öffentlichen Meinung»

Ohne Erlaubnis wurde die 6m lange und 3,4m hohe Skulptur „Charging Bull“ von seinem Schöpfer Arturo Di Modica in den frühen Morgenstunden des Freitag, 15. Dezember 1989 abgestellt – auf der Broad Street direkt vor dem New York Stock Exchange. Der Bulle soll den aggressiven finanziellen Optimismus und Erfolg durch seine angriffsbereite Haltung symbolisieren. Die Statue durfte bleiben und wird heute als Wall-Street-Erkennungsmerkmal angesehen. Der Künstler selbst sieht sein Werk als eine Möglichkeit, den Macher-Geist von Amerika und vor allem von New York zu verkörpern, für ihn ein Symbol der Männlichkeit und des Mutes.

Am morgen des internationalen Frauentags, am 8. März 2017 stand plötzlich – ebenso illegal – dem Bullen gegenüber ein kleines Mädchen, das felsenfest, voller Ruhe und ohne Angst dem Bullen ins Gesicht schaut, wie die Künstlerin Kristen Visbal sagt: als Symbol für Frauen-Rechte gegenüber der männerdominierten Geld-Branche.

Das Szenario hat einer Menge weiterer Interpretationen Modell gestanden, so neulich für die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF) die in ihrer Rede das Mädchen als Symbol für die Bejahung der rasant voranschreitenden technologischen Entwicklung hinstellte (siehe Seite 8 dieser Ausgabe).

Der Bürgermeister von New York, Bill de Blasio, beschloss, dass das „furchtlose Mädchen“ mindestens bis zum internationalen Frauentag 2018 bleiben durfte, denn für ihn symbolisiere das Mädchen, wie er sagte, das Aufstehen gegen die Angst, das Aufstehen gegen die Macht, wodurch man in sich selbst die Kraft finden kann, das Richtige zu tun.

Seit kurzem ist das Mädchen umgezogen, und der Stier herrscht vor der New York Börse wieder alleine.

Diese Ausgabe der «Kernpunkte» befasst sich indirekt in all ihren Beiträgen mit dem «Stier der öffentlichen Meinung», dem gegenüber das Individuum mit seinem selbständigen Denken steht. Die Organe der «öffentlichen Meinung» sind unsere sogenannten Qualitätsmedien – in welchem Masse es wesentlich ist, sich der Medienberichterstattung frei gegenüberzustellen und die Tatsachen selbst zu prüfen, bevor man sich der von ihnen verbreiteten «öffentlichen Meinung» anschliesst, wird wieder einmal sichtbar beispielsweisse in dem Vergleich von russischer und westlicher Berichterstattung (S. 7). (Weiterlesen/Bestellung siehe Formular)

Kirsten Juel, Roland Tüscher


INHALT «KERNPUNKTE» Nr. 6 / 2018

Kirsten Juel, Roland Tüscher: Der «Stier der öffentlichen Meinung».

Urs Georg Allemann: SKA – unsachgemäße Herausgabe von Steiners Werk – Zu Band 5 der ‹Rudolf Steiner Kritische Ausgabe›.

Béla Szoradi: Selbstbestimmungsinitiative – Wunschgegner SVP, Nachbemerkungen zur gescheiterten Volksinitiative.

Swiss Propaganda Research: Filmtipp – Der Fall Magnitsky.

Aktion Eliant: Petition: Bürgerbewegung für ‹Humane Bildung›.

Faz/RT: Zum aktuellen Russland/Ukraine Zwischenfall – ein Vergleich: Westliche Berichterstattung/Russische Berichterstattung.

Roland Tüscher: ‹Winde des Wandels. Die Sache neuer digitaler Währung› Poesie der Weltbank-Direktorin und die drakonischen Folgen.

Kirsten Juel: Geo-Engineering: Forschungsbericht spricht davon, die Sonne zu verdunkeln.

 


 

«KERNPUNKTE-Aktuell» Nr. 5.1 / 2018,

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Zur Volksabstimmung in der Schweiz über die Selbstbestimmungsinitiative am 25. November 2018

Béla Szoradi

Unter der Bezeichnung „Schweizer Recht statt fremde Richter (Selbstbestimmungs-initiative)“ kommt am 25. November 2018 eine Volksinitiative zur Abstimmung, welche verlangt, dass mit Ausnahme des zwingenden Völkerrechtes das Landesrecht, also die Schweizerische Bundesverfassung, dem Völkerrecht immer vorgeht.

Diese Selbstbestimmungs-Initiative ist eine der komplexesten seit langem, auch wenn sie von aussen sehr einfach aussieht. Dazu kommt, dass sowohl die Initianten von der SVP als auch die Gegner vom Mainstream unzutreffende und verwirrliche Gründe für Ihren Standpunkt vorbringen. Aus diesen Gründen ist es trotz einfachem Initiativtext selten schwer abzuschätzen, was die Initiative wirklich für Konsequenzen hat, bzw. haben könnte.

Wir haben es auf der einen Seite (Landesrecht) zu tun mit:

Bundesrecht, Bundesverfassungsrecht, Bundesgerichtsbarkeit und Bundesverfassungs-gerichtsbarkeit. Eine wichtige Rolle spielt hierbei, ob einfache Bundesverfassungs-bestimmungen, die durch eine Initiative angenommen wurden, direkt anwendbar sind, oder ob sie für ihre Anwendbarkeit formell auch noch in einem Bundesgesetz konkretisiert werden müssen.
Auf der anderen Seite (Völkerrecht) haben wir es zu tun mit:

B. Sog. einfachem Völkerrecht (allgemeine völkerrechtliche Verträge), Menschenrechte auf Stufe Völkerrecht (v.a. Europäische Menschenrechtskonvention EMRK) und zwingendem Völkerrecht. Eine wichtige Rolle wiederum spielt hierbei, ob einfache Völkerrechtsverträge direkt anwendbar sind, oder ob sie für ihre Anwendbarkeit formell auch noch in einem Bundesgesetz konkretisiert werden müssen.

Wie diese beiden für sich schon komplizierten Bereiche A und B, also das Landesrecht und das Völkerrecht, in der politischen Praxis, in der Rechtsanwendung und in der Beurteilung namentlich der Völkerrechtskonformität von Initiativen ineinandergreifen, darüber hat der Bundesrat am 5. März 2010 einen Bericht geschrieben: Dieser 80-seitige Bericht ist auf der Webseite der Schweizerischen Bundeskanzlei publiziert unter der Bezeichnung: „Das Verhältnis von Völkerrecht und Landesrecht. Bericht des Bundesrates“[1]. Zu beachten ist hierbei, dass dieser Bericht nur die Meinung des Bundesrates ist! Andere politische oder juristische Instanzen beurteilen das erwähnte Verhältnis zum Teil anders! Allein daran, an diesem einzelnen Bericht, der nur eine Meinung vertritt, kann ermessen werden, wie anspruchsvoll das Thema ist. (Weiterlesen/Bestellung siehe Formular)

[1] https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/2010/2263.pdf


INHALT «KERNPUNKTE» Nr. 5.1 / 2018:

Béla Szoradi: Zur Volksabstimmung in der Schweiz über die Selbstbestimmungs-initiative am 25. November 2018

Russia Today: Mutter von Julian Assange schlägt Alarm: „Mein Sohn schwebt in Lebensgefahr!“

 


«KERNPUNKTE» Nr. 5 / 2018

Zeugenaussage vor der «International Tribune for Natural Justice» 2018

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«Nehmen Sie dies nicht zu leicht. Sie können sich das nicht vorstellen. Ich verstehe,  nicht alle können sich das vorstellen. Aber dies geht vor sich bis zum heutigen Tage.»

Ronald Bernard 

Vielen Dank an alle für Ihre Anwesenheit.

Ich betrachte Sie auf eine Art als Repräsentanten aller Menschen dieser Welt. Auch wenn Sie hier im Vergleich mit den 7 Milliarden nur wenige sind. Jeder von Ihnen vertritt doch das Menschen-Wesen auf dieser Erde. […] Ich habe nichts vorbereitet, und werde mich einfach auf den Fluss meiner Gedanken verlassen.

Es ist, wie es ist: Ich war auf beiden Seiten. Als Kind und später als Täter. Ich muß mit der Geburt beginnen, die Geburt eines Menschenwesens. Das Wissen an welchem ich euch heute teilhaben lasse, ist das Wissen welches ich heute habe. Es kann vielleicht später etwas verwirrend sein, wenn ich damit beginne mich auszudrücken, die Umstände zu erklären und davon Zeugnis abzulegen, weil ich dies mit dem Bewußtsein tue welches ich heute über Tatsachen besitze, die mir in der Vergangenheit nicht bewußt waren, ich entdeckte die Dinge nach und nach.

Aber, um mit der Geburt zu beginnen – und dies ist etwas Allgemein-Menschliches – wir sind, wenn wir geboren werden, so verbunden mit der Quelle des Lebens, welche ich den Schöpfer von Himmel und Erde nenne. Zu diesem Zeitpunkt sind wir rein. Wir repräsentieren das Göttliche, während wir der Sohn oder die Tochter sind. Wir sind das Licht.

In dem Augenblick wo wir ankommen ist alles gut. Natürlich, es gibt immer Ausnahmen wo man sagen kann: da ist eine Fehlfunktion im Körper, niemand ist perfekt usw. Aber das Licht ist da, es manifestiert sich. Dann betreten wir das Programm dieser Welt, und das ist nicht ein neues Programm, es ist ein sehr altes Programm, es ist ein luziferisches Programm. Man beginnt uns aufzuziehen – indirekt, durch unsere Eltern, die uns lieben, sofern wir welche haben –, innerhalb eines Programms, welches uns letztendlich zur nützlichen Ressource machen soll, innerhalb des Sklavensystems welches wir heute haben. Wir sind der Wert, wir sind das Licht, und dies will man restlos aufsaugen. Wie die Orange: vollständig auspressen, alles aus ihr heraussaugen und dann wegwerfen. Früher nannte man dies das „amerikanische System“: Konsumieren und wegwerfen. Und das ist es, was auf diesem Planeten geschieht. Es wirkt durch unsere Eltern, sie lieben uns, sie wollen uns schützen und lassen uns impfen mit vielen Chemikalien, die unser Immunsystem schwächen. Es wirkt durch das Schulsystem, überall wirkt dieses Programm auf uns ein um aus uns den perfekten Sklaven zu machen. (Weiterlesen/Bestellung siehe Formular)


INHALT «KERNPUNKTE» Nr. 5 / 2018

Ronald Bernard: «Nehmen Sie dies nicht zu leicht. Sie können sich das nicht vorstellen. Ich verstehe, nicht alle können sich das vorstellen. Aber dies geht vor sich bis zum heutigen Tage.» – Zeugenaussage vor der ITNJ in London.

Roland Tüscher, Kirsten Juel: Zum 9. Oktober 2018, Heute vor 100 Jahren – Vorbemerkung der Redaktion zum nachfolgenden Vortrag.

Rudolf Steiner: Vortrag vom 9. Oktober 1918 gehalten in Zürich: Die Arbeit der Engel in der seelischen Konstitution des Menschen – Auswirkungen im aktuellen Zeitgeschehen.

 

 


«KERNPUNKTE» Nr. 4 / 2018

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Ronald Bernard

Zeugenaussage vor der «International Tribune for Natural Justice» 2018

Zum aktuellen Zeitgeschehen gehört die Zeugenaussage des Whistelblowers Ronald Bernard vom April diesen Jahres. Ein Bericht, der in vieler Hinsicht nicht leicht überprüfbar ist, jedoch eine Geschichte, die es sich lohnt unter die Lupe zu nehmen, von einen Menschen, der als „ehemaliger holländischer Elitenbankier, Whistelblower, Expertenzeuge und Überlebender“ von der «International Tribune for Natural Justice (ITNJ)» eingeladen wurde. Eine „Tribune“ wo Persönlichkeiten wie der Historiker Noam Chomsky oder NSA Whistelblower William Binney mit am Tisch sitzen.

«Es ist was es ist», beginnt Bernard seine Rede, «ich war auf beiden Seiten: als Kind und später als Täter». Die Gewalttätigkeit seines Vaters wurde abgelöst von seiner Aufnahme in eine katholische Institution, welche schwerstgeschädigte Kinder schützt. Dort wurde er zwei Jahre lang missbraucht und trat dann in die Welt, wie er berichtet: «mich selbst innerlich einschließend in einen “atomaren“ Bunker, ohne jegliche Intention jemals wieder verletzt werden zu können durch Menschen, voller Hass, dass heißt voller Gift, und ich war bereit in diese Welt hinauszugehen um jeden Menschen, den ich unter meine Hände kriegen konnte, zu zerstören». Er berichtet von seinen Machenschaften im Hintergrund des Bankensystems, wie beispielsweise sein Beitrag zur Zerstörung der italienischen Lire, er lebte sich in die tieferen Schichten des Materialismus ein, bis in die Kreise, wo der Materialismus nicht mehr als Theorie, sondern als “Zielsetzung“ praktiziert wird, – bis die Erkenntnis des Schattenhaften jener Welt mit einem Schlage durch seinen “Bunker“, durch sein ganzes Wesen brach. Sein Gewissen lebte auf. Er fing an Aufträge abzulehnen, wurde unter Folter gesetzt, er brach zusammen, Herzstillstand. Als er im Krankenhaus wieder aufwachte hatte er durch sein Todeserlebnis erfahren, dass der Mensch mehr ist als nur sein physischer Körper. Diese Einsicht änderte für ihn alles, so sein Bericht vor der «International Tribune for Natural Justice» in London. Heute setzt er seine Fähigkeiten für „Die Kinder der Zukunft“ ein. Er ist der Gründer von «United People Foundation», sowie von einem neuen „Banking System“, welches den Menschen ein brüderliches Wirtschaftsleben ermöglichen soll. (Weiterlesen/Bestellung siehe Formular) (Weiterlesen/Bestellung siehe Formular)

Kirsten Juel, Roland Tüscher


INHALT «KERNPUNKTE» Nr. 4 / 2018

Kirsten Juel, Roland Tüscher: Ronald Bernard – Zeugenaussage vor der ITNJ in London.

Buchbesprechung von Ricarda Murswiek: «Ich fordere keine Opposition, ich bitte um Hilfe».

Béla Szoradi: Pressepanorama.

Fotografie Walter Schneider: Margarita Woloschin: Erzengel Michael

 


«KERNPUNKTE» Nr. 3 / 2018

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WikiLeaks und der «National Defense Authorization Act»

«Der größere Teil der Menschheit wird seinen Einfluß von Amerika […] herüber haben […]. Es wird gar nicht lange dauern, wenn man das Jahr 2000 geschrieben haben wird, da wird […] eine Art von Verbot für alles Denken von Amerika ausgehen, ein Gesetz, welches den Zweck haben wird, alles individuelle Denken zu unterdrücken. [… Es] werden Gesetze erlassen werden, auf denen nicht direkt stehen wird: Das Denken ist verboten, aber die die Wirkung haben werden, daß alles individuelle Denken ausgeschaltet wird» (S.8)

Rudolf Steiner

Als Raffael Correa seine dritte Amtszeit abgeschlossen hatte, trat Lenin Moreno an seiner Stelle. Der neue Ecuadorianische Präsident liess den WikiLeaks-Gründer Julian Assange wissen, dass er – so lange er sich in der Londoner Botschaft aufhalte seinen Enthüllungsjournalismus einstellen müsse. Assange aber setzte seine Arbeit fort. Moreno griff zu härteren Mitteln: Nach 6 Jahren ohne Sonnenlicht lebt Assange nun seit einigen Monaten in vollkommener Isolation, unter Besuchsverbot, seiner elektronischen Kommunikationsgeräte beraubt, mit der Drohung in naher Zukunft an die USA ausgeliefert zu werden.

Raffael Correa warnte bereits gegen Ende seiner Amtszeit davor, dass Assanges Tage innerhalb der Botschaft gezählt sein könnten. Seiner Einschätzung nach würde Lenin Moreno schon dem leisesten Druck der US-Regierung nachgeben.

Am Neujahrstag 2012 unterzeichnete Obama eine neue Version des „National Defense Authorization Act (NDAA)“. Das Gesetz enthält einen Abschnitt, welcher für Assange bei einer evtl. Auslieferung Folgen haben könnte. Der NDAA erteilt den US-Präsidenten die Vollmacht, auf Verdacht hin, Personen auf unbestimmte Zeit gefangen zu halten oder gar hinzurichten – und untersagt den Inhaftierten das Recht auf ein gerichtliches Verfahren. Keine gute Aussicht für künftige Whistelblower!

Daher hätten wir ohne die von Assange geschaffene anonym-publizierende Enthüllungsplattform von vielen Doku- menten keinen blassen Schimmer, von denen wir aber wissen sollten, wenn wir bezüglich Hintergründe des Weltgeschehens nicht der Manipulation durch die öffentliche Meinung unterliegen, sondern die real vorhandene Verschwörungspraxis erkennen wollen. (Weiterlesen/Bestellung siehe Formular)

Kirsten Juel, Roland Tüscher


INHALT «KERNPUNKTE» Nr. 3 / 2018

Kirsten Juel, Roland Tüscher: WikiLeaks und Der National Defense Authorization Act.

Sophie von Freiberg: Cui bono?

Kirsten Juel: Wie die CIA die Sprache prägte und wie Vertreter anthroposophischer Institutionen eine „gute Presse“ bekamen.

Satire: Info Try.

Herbert Ludwig: Die Keule „Verschwörungstheorie“ oder wie man die Verschwörungspraxis verbirgt.

Rudolf Steiner: Autoritätsglaube, Macht des Schlagwortes, Denkverbot.

Thomas Meyer, Orsolya Györffy, Kirsten Juel, Béla Szoradi, Roland Tüscher: Klarstellung zu: Erklärung gegen Verschwörungstheorien „Die offene Anthroposophie und ihre Gegner“.

 


«KERNPUNKTE» Nr. 2 / 2018

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«Wenn Materialismus alles ist was uns kümmert, sind Probleme garantiert»

sagte Ron Paul in seiner Abschiedsrede vor dem US- amerikanischen Kongress.

So lange die Konstitution des Landes noch beachtet wurde – setzt er fort – war eine gewisse Freiheitspraxis da. Diese verursachte Wohlstand und der Wohlstand ermög- lichte Fortschritte u.a. in Wissenschaft und Technik. Die Ergebnisse der Forschung aber wurden für den Materialismus in Anspruch genommen um Kriege zu führen. Hunderte Millionen Menschen wurden – allein im 20. Jahrhundert – in diesen Kriegen getötet. Anstelle der Freiheit trat Autoritarismus, welche den Menschen Zwang und Armut brachte.

Der US-amerikanische Präsident Woodrow Wilson beschloss 1913, dass die Vereinigten Staaten die Aufgabe haben – durch Krieg – in der Welt Frieden zu schaffen. Wilson wusste aber zugleich auch, dass dies nicht ohne grosse Geldsummen geht. Deshalb musste er die Einkommenssteuer einführen und zugleich eine Notenbank haben, die nach Belieben Geld drucken kann. 1913 wurde dann sowohl die Einkommenssteuer wie auch die „Federal Reserve“ eingeführt. Mit dem Drucken von Geld stiegen die Preise immer mehr an indem der Dollar laufend weniger wert wurde. Durch die von Wilson eingesetzten Systeme, musste die Armut unvermeidlich zunehmen.

Eine wirkliche Lösung unserer gegenwärtigen Probleme können wir, so Ron Paul, nur finden, wenn wir uns um ein Verständnis für die Prinzipien der Freiheit bemühen, sowie um die Schulung unserer zwischenmenschlichen, moralischen und geistigen Fähigkeiten, und die Errungenschaften von Wissenschaft und Technik für diese anstatt für Kriegsführung einsetzen.

Mehr zu den Hintergründen des sich ausbreitenden Materialismus zu damit zusammenhängenden Problemen und Problemlösungen – in dieser Ausgabe der Kernpunkte.

Eines noch: Es liegt in der Natur der Freiheit, dass man nicht notwendigerweise mit allen Ansichten eines Menschen übereinstimmen muss um ihm seinen individuellen Einsatz für die Freiheit hoch anzurechnen. (Weiterlesen/Bestellung siehe Formular)

Kirsten Juel, Roland Tüscher


INHALT «KERNPUNKTE» Nr. 2 / 2018

Kirsten Juel, Roland Tüscher: Wenn Materialismus alles ist was uns kümmert, sind Probleme garantiert.

Kirsten Juel: Der Geist von Konstantinopel.

Béla Szoradi: Gedankenbildung zu einem Satz von Teilhard de Chardin.

Ron Paul: Eine friedliche Lösung für die Probleme der Menschheit.

 


«KERNPUNKTE» Nr. 1 / 2018

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Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit

Am 19. Juni jährte sich zum sechsten Mal der Tag, an dem Julian Assange in der Ecuadorianischen Botschaft in London auftauchte, vor deren Tür er bis heute seinen Fuß nie mehr setzen sollte. «Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit.» sagte Hiram Johnson[1] 1914. Dass er recht hatte, sehen wir am Beispiel – Julian Assange.

Der WikiLeaks Gründer, der sich zur Aufgabe setzt eine anonyme Enthüllungsplattform für „Whistelblower“ zu führen, um denjenigen, der die Wahrheit ans Licht bringt, möglichst wenig zu gefährden, hat selbst seit 6 Jahren seine aufwachsenden Kinder sowie das Licht der Sonne nicht mehr gesehen. Würde er rausgehen, fiele er in die Arme der britischen Polizei, die Tag und Nacht seit 6 Jahren auf diese Stunde warten. Selbst der UN-Menschenrechtsrat nennt diese Tatsache eine unberechtigte „willkürliche Haft“.

Eines aber kann uns niemand nehmen – da sind sich Assange und Edward Snowden einig: die innere Freiheit. Snowden berichtet:

«er beurteile sein Leben nicht anhand seiner Gedanken über sich selbst, sondern anhand seiner Taten, die aus diesen Gedanken folgen, […] dass er einfach nicht in einer Welt leben wollte, wo die US-Regierung im Begriffe war […]  ein System aufzubauen, das die Zerstörung aller individuellen Privatsphäre zum Ziel hatte […] und dass er nicht mit gutem Gewissen dabeistehen und zulassen konnte, dass das geschieht, wohl wissend, dass er die Macht hatte zu helfen es zu stoppen.»[2]

Wenn zu wählen ist zwischen Wahrheit und äußerer Freiheit, so geht hier die Wahrheit vor, auch wenn es einsam wird! Und auch wenn die Presse keinen Aufwand scheut um das Bild eines solchen Zeitgenossen zu verstellen.

Dass von alldem auch der Schweizer Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser, ja, sogar Johannes der Täufer ein Lied singen kann, und dass der einzelne Presse-Angestellte nicht immer in seiner Haltung zu verwechseln ist mit dem Hamsterrad worin er sich befindet – davon berichten wir in dieser Ausgabe der «Kernpunkte». (Weiterlesen/Bestellung siehe Formular)

Kirsten Juel, Roland Tüscher

[1] US-Senator Hiram Warren Johnson 1866-1945
[2] https://www.youtube.com/watch?v=Uulv4ve6RJ8 (23.06.18)


INHALT «KERNPUNKTE» Nr. 1 / 2018

NZZ Medienredaktor Rainer Stadler und
ENB Redaktionsmitglied Béla Szoradi: in Korrespondenz.

Béla Szoradi: Schaulaufen à la NZZ: Oder: wie man Roger Schawinski
gegen Daniele Ganser instrumentalisiert.

Rainer Stadler und Béla Szoradi: Korrespondenz (fortgesetzt).

Béla Szoradi: Schlussbemerkung.

Rudolf Steiner: zum Thema Presse.

Kirsten Juel: Johannes der Täufer oder die Ernennung einer Ministerin für Einsamkeit in Großbritannien.

Herbert Ludwig: Die Nachrichtenagenturen Zentren der medialen Meinungsmacht.

 


 

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